Edward POV
„Liebling, es ist ein Brief für dich angekommen“, erklärte meine Mutter mir an diesem Donnerstagmorgen mit einem Lächeln und deutete auf den Tisch im Wohnzimmer.
„Ein Brief?“ Ich erhob mich von dem Esszimmertisch und lief ins Wohnzimmer herüber.
Ich hatte absolut keine Ahnung, von wem dieser Brief stammte und auch die Handschrift sagte mir im ersten Moment nicht viel.
Doch als ich einen Blick auf den Absender warf, überkam mich ein ungutes Gefühl.
Vorsichtig öffnete ich den Briefumschlag und zog das schlichte Stück Papier heraus.
Langsam faltete ich es auseinander und begann den Brief zu lesen.
„Edward,
ich wollte dir dafür danken, dass du mir gestern das Leben gerettet hast.
So ein kleiner Brief wird meinen Dank nicht in Worte fassen können, aber es muss genügen. Für jetzt.
Ich habe lange über das nachgedacht, was passiert ist und letztendlich habe ich beschlossen, dass es einfach nicht richtig ist.
Es tut mir leid, dir das sagen zu müssen, aber wir hätten uns nicht treffen dürfen.
Meine Gefühle, die ich für dich hege sind nicht stark genug und wahrscheinlich wirst du nie so für mich empfinden.
Du kannst es nicht leugnen, dass es so etwas wie unsere Beziehung einfach nicht geben darf.
Jedenfalls war ich froh, deine Bekanntschaft gemacht zu haben.
Es tut mir leid aber unsere Wege sollten sich hier wieder trennen.
Ich wünsche dir noch ein schönes Leben und hoffe, dass du all das erreichst, was du dir wünschst.
Isabella“
Ich blinzelte einige Male, nachdem ich bei ihrem Namen angelangt war und wollte es gar nicht glauben, was darin geschrieben stand.
Dieser Brief kam eindeutig von Bella, aber ich konnte es mir einfach nicht erklären, warum sie mir solche Worte schrieb.
Was war passiert, dass sie sich jetzt so plötzlich von mir abwandte?
Wollte sie mich in Wirklichkeit gar nicht und ich hatte mir das alles nur eingebildet?
Doch das konnte einfach nicht wahr sein.
Dieser Brief war eine Lüge, auch wenn ich sie nur ungern als Lügnerin bezeichnete aber das was dort geschrieben stand war nicht die Wahrheit.
Es konnte keine Einbildung sein, dass ihre Augen jedes Mal zu strahlen begannen, wenn sie mich erblickte.
„Edward, du siehst so blass aus. Ist etwas Schlimmes passiert?“, fragte meine Mutter und warf mir einen besorgten Blick zu.
Ich schreckte auf und schüttelte schnell meinen Kopf.
„Nein… Nur ein Missverständnis, was ich schnell aus dem Weg räumen muss“, erklärte ich ihr und verstaute den Brief wieder in dem Umschlag, bevor ich ihn in die Tasche meines Jacketts steckte.
„Ein Missverständnis?“ Meine Mutter schien noch immer nicht ganz beruhigt zu sein und legte ihre Hand an ihr Herz.
„Mach dir keine Sorgen. Ich muss jetzt los“, bemerkte ich nachdenklich und schüttelte gedankenverloren den Kopf.
„Wohin willst du gehen?“
„Ich muss zu Bella“, entgegnete ich und ein kleines Lächeln zeigte sich auf den Lippen meiner Mutter.
„Richte den Swans einen lieben Gruß von mir aus“, bemerkte sie lächelnd, bevor sie sich von mir abwandte und dann die lange Treppe in das obere Stockwerk entlang lief.
„Das werde ich“, sagte ich noch, bevor ich zur Tür lief und unser Haus verließ.
Ich beschloss den Weg einfach zu laufen. So war ich wahrscheinlich schneller bei ihr und außerdem hatte ich auch jetzt nicht die nötige Geduld dafür, auf die Kutsche zu warten oder das der Fahrer des Autos bereit zum Fahren war.
Es dauerte zwar immer noch einige Zeit, bis ich endlich den Laden der Familie Swan erreichte, doch als ich einen prüfenden Blick in das Schaufenster warf, konnte ich Bella schon entdecken.
Mein Herz setzte für einen kurzen Moment aus und ich atmete einmal tief ein, bevor ich die Tür öffnete und den Laden betrat.
Bella schien mich nicht zu bemerken, da sie gerade damit beschäftigt war, einige der Waren in die Regale einzuräumen.
Ich lief zu ihr herüber und als sich meine Hand ganz vorsichtig und behutsam auf ihre Schulter legte, zuckte sie erschrocken zusammen und der Karton in ihren Händen fiel zu Boden.
Sie sah verärgert aus, als sie ihren Blick auf die ganzen Dosen warf, die jetzt auf dem gesamten Flur verstreut lagen und sie seufzte leise.
Sie drehte sich zu mir um und öffnete ihren Mund, doch als sie in mein Gesicht sah, verstummte sie sofort und sie blinzelte einige Male.
Bellas Augen musterten mein Gesicht und sie sah so aus, als wollte sie mir etwas mitteilen doch sie schwieg.
Ich räusperte mich leise und warf ihr einen entschuldigenden Blick zu.
„Entschuldige bitte… Ich wollte dich wirklich nicht erschrecken… Das ist meine Schuld..“ Ich deutete auf das Missgeschick am Boden.
„Ich war nur so ungeschickt.. Es liegt nicht an dir“, murmelte sie und ihre Stimme klang dabei ungewöhnlich hoch, während sie anfing, wieder einige der Dosen einzusammeln.
Ich bückte mich ebenfalls, um ihr zu helfen und still schweigend verstauten wir die Dosen zusammen in dem Regal.
„Was führt dich hier her?“ Bella hielt inne. Ihre Hand klammerte sich an das Regal fest, doch sie wandte ihren Blick nicht in meine Richtung.
Warum sah sie mich denn nicht einmal an?
Ich wollte so gerne in ihre wunderschönen Augen sehen, doch sie ließ es nicht zu.
„Ich wollte dich bitten, mit mir über das hier zu reden…“ Ich griff in die Innentasche meines Jacketts und zog den Brief hervor.
Bellas Blick schnellte zu dem Brief herüber, bevor sie sich schließlich ganz von mir abwandte und den leeren Karton vom Boden aufhob.
„Hast du ihn denn nicht gelesen?“, fragte sie und stand jetzt mit dem Rücken zu mir.
„Ich habe ihn gelesen“, antwortete ich ihr und seufzte leise.
„Dann wüsste ich keinen Grund, warum wir uns unterhalten sollten, Edward“, flüsterte sie so leise, dass ich Schwierigkeiten hatte sie zu verstehen und ihre Stimme zitterte fast bei jedem Wort.
„Bella…“ Meine Hand legte sich an ihren Arm und ich drehte sie behutsam zu mir, damit ich sie ansehen konnte.
Sie richtete ihren Blick auf den Boden und meine Hände legten sich an ihre Wangen.
„Bella.. Sieh mich an…“
Sie gehorchte und richtete ihren Blick auf.
„Und jetzt sag mir ob das, was in diesem Brief steht die Wahrheit ist. Ich würde mich lieber selbst erhängen, als wenn ich dich als Lügnerin bezeichnen würde, aber ich glaube dir nicht…“, flüsterte ich beobachtete, wie sich ihre Wangen röteten.
„Ich…“ Sie wandte ihren Blick von mir ab und biss sich auf die Unterlippe.
Natürlich konnte sie meine Worte nicht bestätigen, da es nun einmal nicht die Wahrheit war.
„Bitte Edward… Es.. Es geht einfach nicht“, murmelte sie und ihre Hände entfernten meine von ihren Wangen.
„Was ist passiert, dass du dir dessen so sicher scheinst?“, fragte ich sie mit ernstem Gesichtsausdruck.
Sie wandte sich wieder von mir ab, doch ich konnte sehen, dass sie sich schnell eine Träne von ihrer Wange strich.
„Ist es ein anderer Mann, den du begehrst?“ Alleine schon dieser Gedanke versetzte mir einen Schlag in die Magengegend, doch ich versuchte mich zusammen zu reißen.
„Um Gottes Willen! Nein!“ Bella drehte sich zu mir um und schien gleichzeitig erschrocken und ein wenig empört zu sein.
Ich lächelte und atmete leise aus.
Mein Blick wurde traurig, als mein Zeigefinger über ihre Wange strich.
„Was ist es dann? Sag es mir, bitte…“, flehte ich und musterte ihr Gesicht aufmerksam.
„Verstehst du denn nicht…“, fing sie an und ihre Stimme klang mit jedem weiteren Wort verzweifelter.
„So etwas darf es einfach nicht geben! Solch eine Beziehung kann nicht lange gut gehen…Ich..“ Sie unterbrach sich selbst und ihre zierlichen Hände ballten sich zu Fäusten.
„Das ist nicht die Wahrheit, Bella. Sieh dir meine Eltern an…“
Sie wollte etwas darauf erwidern und ich war sicher, dass sie mir in dieser Hinsicht widersprechen wollte, doch ich legte meinen Finger an ihre Lippen und sie verstummte augenblicklich.
„Bella.. Mir ist es egal, was die Leute sagen. Sollen sie sich doch das Maul darüber zerreißen. Es stört mich nicht und dich sollte es auch nicht stören. Wenn du mir jetzt und hier sagst, dass ich dich nicht mehr belästigen soll, dann lasse ich dich gehen. Aber ich denke nicht, dass dies dein ausdrücklicher Wunsch ist und außerdem würde es sich für mich sehr schwierig gestalten, mich von dir fern zu halten“, gestand ich und Bella blinzelte nervös.
„Möchtest du dass ich gehe?“, fragte ich mit trauriger Stimme und hatte Angst davor, dass sie mich vielleicht doch nicht wieder sehen wollte.
Sie schüttelte ihren Kopf und ich seufzte leise.
„Ich denke, du willst deine Eltern nicht enttäuschen, dass ist mir durchaus bewusst… Aber gib mir die Chance dir zu beweisen, wie stark meine Gefühle für dich sind… Gib mir die Chance dir zu zeigen, dass solch eine Beziehung sehr wohl möglich ist… Du kannst mich jederzeit wegschicken, aber wenn du mich an deiner Seite haben möchtest, dann werde ich da sein.“
„Edward… ich…“ In ihrem Blick konnte ich sehen, dass sie mir zustimmte und es nur zu gerne zulassen würde, aber ihr Blick wanderte links an mir vorbei und sie richtete ihren Blick wieder zu Boden.
„Ich liebe Mike!“, sagte sie, doch bei seinem Namen brach ihre Stimme und ich seufzte leise.
„Isabella… Du bist wirklich eine sehr schlechte Lügnerin..“, flüsterte ich ihr ins Ohr und küsste ihre Wange.
Schnell richtete sie ihren Blick auf und warf mir einen entschuldigenden Blick zu.
Auch wenn sie nichts weiter dazu sagte wusste ich, dass sie nicht die Wahrheit gesagt hatte.
Ihr Blick sagte schon alles.
„Mr. Masen! Welch eine Freude, dass Sie uns hier beehren“, hörte ich die Stimme von Bellas Mutter hinter mir und ich drehte mich mit einem Lächeln zu ihr um.
Natürlich, deswegen hatte Bella diese Worte gesagt. Jetzt wurde es mir erst recht klar.
„Mrs. Swan.“ Ich griff nach ihrer Hand und küsste kurz ihren Handrücken.
„Gestatten Sie mir die Frage, Mr. Masen… Was führt Sie zu uns?“, wollte Bellas Mutter von mir wissen, nachdem ich ihre Hand wieder los gelassen hatte.
„Oh.. Meine Mutter veranstaltet am Wochenende einen Ball und ich wollte Sie und ihre Familie gerne dazu einladen“, erklärte ich und lächelte.
Bella warf mir einen leicht verwirrten Blick zu, während die Augen ihrer Mutter zu Strahlen begannen.
Es traf sich eigentlich dieses Mal ganz gut, dass meine Mutter wieder ein kleines Fest veranstaltete und sie hatte nie etwas dagegen, wenn ich noch jemanden dazu einlud.
Wenn Mrs. Swan mir misstraute, musste ich nun einmal irgendwie ihr Vertrauen gewinnen und da sie nun einmal sehr Bedacht auf das Ansehen ihrer Familie war, würde sie sicherlich nicht nein zu dieser Veranstaltung sagen.
„Ich muss sicherlich arbeiten…“, hörte ich Bellas leise Stimme neben mir.
„Ach mein Kind! Das kannst du doch sicherlich ausfallen lassen, oder? Mr. Masen hat uns schließlich gerade eingeladen. Ist das nicht wirklich sehr nett von ihm?“, fragte Mrs. Swan ihre Tochter und Bella nickte.
Das war gut. So hatte ich vielleicht die Möglichkeit, mich noch einmal in Ruhe mit ihr zu unterhalten und außerdem würde ich sie schon bald wieder sehen.
„Nun denn.. Meine Mutter würde es sicherlich sehr zu schätzen wissen, wenn Sie zu dieser Feier erscheinen“, sagte ich ausdrücklich und lächelte.
„Oh Gewiss doch. Wir werden da sein“, versprach Mrs. Swan mir hoch und heilig und faltete zufrieden seufzend ihre Hände.
„Ich werde mich jetzt wieder auf den Weg machen. Mein Vater benötigt sicherlich noch meine Hilfe bei seiner Arbeit. Mrs. Swan..“ Ich lächelte ihr freundlich zu und wandte mich dann an Bella.
„Isabella…“ Ich griff nach ihrer Hand, so wie ich es zuvor bei ihrer Mutter getan hatte und küsste ihren Handrücken.
Dabei sah ich ihr tief in die Augen und sie errötete augenblicklich.
„Ich wünsche den beiden Damen einen angenehmen Tag“, fügte ich noch hinzu, nachdem ich Bellas Hand schweren Herzens wieder losgelassen hatte und nickte.
„Oh.. Ich danke Ihnen Mr. Masen und grüßen Sie mir Ihre Eltern!“ Mrs. Swan lächelte und schien noch vollkommen entzückt zu sein, dass sie am Wochenende ebenfalls auf dieser Feier anwesend sein würde.
Ich wandte mich von den beiden ab und verließ den Laden.
Während ich an dem Schaufenster vorbei lief, wandte ich meinen Blick nach rechts und sah noch einmal zu Bella herüber.
Sie sah verunsichert aus, aber ich hoffte sehr, dass sie sich am Ende wirklich für mich entscheiden würde.
Ich hingegen würde kämpfen. So lange ich konnte.
„Liebling, es ist ein Brief für dich angekommen“, erklärte meine Mutter mir an diesem Donnerstagmorgen mit einem Lächeln und deutete auf den Tisch im Wohnzimmer.
„Ein Brief?“ Ich erhob mich von dem Esszimmertisch und lief ins Wohnzimmer herüber.
Ich hatte absolut keine Ahnung, von wem dieser Brief stammte und auch die Handschrift sagte mir im ersten Moment nicht viel.
Doch als ich einen Blick auf den Absender warf, überkam mich ein ungutes Gefühl.
Vorsichtig öffnete ich den Briefumschlag und zog das schlichte Stück Papier heraus.
Langsam faltete ich es auseinander und begann den Brief zu lesen.
„Edward,
ich wollte dir dafür danken, dass du mir gestern das Leben gerettet hast.
So ein kleiner Brief wird meinen Dank nicht in Worte fassen können, aber es muss genügen. Für jetzt.
Ich habe lange über das nachgedacht, was passiert ist und letztendlich habe ich beschlossen, dass es einfach nicht richtig ist.
Es tut mir leid, dir das sagen zu müssen, aber wir hätten uns nicht treffen dürfen.
Meine Gefühle, die ich für dich hege sind nicht stark genug und wahrscheinlich wirst du nie so für mich empfinden.
Du kannst es nicht leugnen, dass es so etwas wie unsere Beziehung einfach nicht geben darf.
Jedenfalls war ich froh, deine Bekanntschaft gemacht zu haben.
Es tut mir leid aber unsere Wege sollten sich hier wieder trennen.
Ich wünsche dir noch ein schönes Leben und hoffe, dass du all das erreichst, was du dir wünschst.
Isabella“
Ich blinzelte einige Male, nachdem ich bei ihrem Namen angelangt war und wollte es gar nicht glauben, was darin geschrieben stand.
Dieser Brief kam eindeutig von Bella, aber ich konnte es mir einfach nicht erklären, warum sie mir solche Worte schrieb.
Was war passiert, dass sie sich jetzt so plötzlich von mir abwandte?
Wollte sie mich in Wirklichkeit gar nicht und ich hatte mir das alles nur eingebildet?
Doch das konnte einfach nicht wahr sein.
Dieser Brief war eine Lüge, auch wenn ich sie nur ungern als Lügnerin bezeichnete aber das was dort geschrieben stand war nicht die Wahrheit.
Es konnte keine Einbildung sein, dass ihre Augen jedes Mal zu strahlen begannen, wenn sie mich erblickte.
„Edward, du siehst so blass aus. Ist etwas Schlimmes passiert?“, fragte meine Mutter und warf mir einen besorgten Blick zu.
Ich schreckte auf und schüttelte schnell meinen Kopf.
„Nein… Nur ein Missverständnis, was ich schnell aus dem Weg räumen muss“, erklärte ich ihr und verstaute den Brief wieder in dem Umschlag, bevor ich ihn in die Tasche meines Jacketts steckte.
„Ein Missverständnis?“ Meine Mutter schien noch immer nicht ganz beruhigt zu sein und legte ihre Hand an ihr Herz.
„Mach dir keine Sorgen. Ich muss jetzt los“, bemerkte ich nachdenklich und schüttelte gedankenverloren den Kopf.
„Wohin willst du gehen?“
„Ich muss zu Bella“, entgegnete ich und ein kleines Lächeln zeigte sich auf den Lippen meiner Mutter.
„Richte den Swans einen lieben Gruß von mir aus“, bemerkte sie lächelnd, bevor sie sich von mir abwandte und dann die lange Treppe in das obere Stockwerk entlang lief.
„Das werde ich“, sagte ich noch, bevor ich zur Tür lief und unser Haus verließ.
Ich beschloss den Weg einfach zu laufen. So war ich wahrscheinlich schneller bei ihr und außerdem hatte ich auch jetzt nicht die nötige Geduld dafür, auf die Kutsche zu warten oder das der Fahrer des Autos bereit zum Fahren war.
Es dauerte zwar immer noch einige Zeit, bis ich endlich den Laden der Familie Swan erreichte, doch als ich einen prüfenden Blick in das Schaufenster warf, konnte ich Bella schon entdecken.
Mein Herz setzte für einen kurzen Moment aus und ich atmete einmal tief ein, bevor ich die Tür öffnete und den Laden betrat.
Bella schien mich nicht zu bemerken, da sie gerade damit beschäftigt war, einige der Waren in die Regale einzuräumen.
Ich lief zu ihr herüber und als sich meine Hand ganz vorsichtig und behutsam auf ihre Schulter legte, zuckte sie erschrocken zusammen und der Karton in ihren Händen fiel zu Boden.
Sie sah verärgert aus, als sie ihren Blick auf die ganzen Dosen warf, die jetzt auf dem gesamten Flur verstreut lagen und sie seufzte leise.
Sie drehte sich zu mir um und öffnete ihren Mund, doch als sie in mein Gesicht sah, verstummte sie sofort und sie blinzelte einige Male.
Bellas Augen musterten mein Gesicht und sie sah so aus, als wollte sie mir etwas mitteilen doch sie schwieg.
Ich räusperte mich leise und warf ihr einen entschuldigenden Blick zu.
„Entschuldige bitte… Ich wollte dich wirklich nicht erschrecken… Das ist meine Schuld..“ Ich deutete auf das Missgeschick am Boden.
„Ich war nur so ungeschickt.. Es liegt nicht an dir“, murmelte sie und ihre Stimme klang dabei ungewöhnlich hoch, während sie anfing, wieder einige der Dosen einzusammeln.
Ich bückte mich ebenfalls, um ihr zu helfen und still schweigend verstauten wir die Dosen zusammen in dem Regal.
„Was führt dich hier her?“ Bella hielt inne. Ihre Hand klammerte sich an das Regal fest, doch sie wandte ihren Blick nicht in meine Richtung.
Warum sah sie mich denn nicht einmal an?
Ich wollte so gerne in ihre wunderschönen Augen sehen, doch sie ließ es nicht zu.
„Ich wollte dich bitten, mit mir über das hier zu reden…“ Ich griff in die Innentasche meines Jacketts und zog den Brief hervor.
Bellas Blick schnellte zu dem Brief herüber, bevor sie sich schließlich ganz von mir abwandte und den leeren Karton vom Boden aufhob.
„Hast du ihn denn nicht gelesen?“, fragte sie und stand jetzt mit dem Rücken zu mir.
„Ich habe ihn gelesen“, antwortete ich ihr und seufzte leise.
„Dann wüsste ich keinen Grund, warum wir uns unterhalten sollten, Edward“, flüsterte sie so leise, dass ich Schwierigkeiten hatte sie zu verstehen und ihre Stimme zitterte fast bei jedem Wort.
„Bella…“ Meine Hand legte sich an ihren Arm und ich drehte sie behutsam zu mir, damit ich sie ansehen konnte.
Sie richtete ihren Blick auf den Boden und meine Hände legten sich an ihre Wangen.
„Bella.. Sieh mich an…“
Sie gehorchte und richtete ihren Blick auf.
„Und jetzt sag mir ob das, was in diesem Brief steht die Wahrheit ist. Ich würde mich lieber selbst erhängen, als wenn ich dich als Lügnerin bezeichnen würde, aber ich glaube dir nicht…“, flüsterte ich beobachtete, wie sich ihre Wangen röteten.
„Ich…“ Sie wandte ihren Blick von mir ab und biss sich auf die Unterlippe.
Natürlich konnte sie meine Worte nicht bestätigen, da es nun einmal nicht die Wahrheit war.
„Bitte Edward… Es.. Es geht einfach nicht“, murmelte sie und ihre Hände entfernten meine von ihren Wangen.
„Was ist passiert, dass du dir dessen so sicher scheinst?“, fragte ich sie mit ernstem Gesichtsausdruck.
Sie wandte sich wieder von mir ab, doch ich konnte sehen, dass sie sich schnell eine Träne von ihrer Wange strich.
„Ist es ein anderer Mann, den du begehrst?“ Alleine schon dieser Gedanke versetzte mir einen Schlag in die Magengegend, doch ich versuchte mich zusammen zu reißen.
„Um Gottes Willen! Nein!“ Bella drehte sich zu mir um und schien gleichzeitig erschrocken und ein wenig empört zu sein.
Ich lächelte und atmete leise aus.
Mein Blick wurde traurig, als mein Zeigefinger über ihre Wange strich.
„Was ist es dann? Sag es mir, bitte…“, flehte ich und musterte ihr Gesicht aufmerksam.
„Verstehst du denn nicht…“, fing sie an und ihre Stimme klang mit jedem weiteren Wort verzweifelter.
„So etwas darf es einfach nicht geben! Solch eine Beziehung kann nicht lange gut gehen…Ich..“ Sie unterbrach sich selbst und ihre zierlichen Hände ballten sich zu Fäusten.
„Das ist nicht die Wahrheit, Bella. Sieh dir meine Eltern an…“
Sie wollte etwas darauf erwidern und ich war sicher, dass sie mir in dieser Hinsicht widersprechen wollte, doch ich legte meinen Finger an ihre Lippen und sie verstummte augenblicklich.
„Bella.. Mir ist es egal, was die Leute sagen. Sollen sie sich doch das Maul darüber zerreißen. Es stört mich nicht und dich sollte es auch nicht stören. Wenn du mir jetzt und hier sagst, dass ich dich nicht mehr belästigen soll, dann lasse ich dich gehen. Aber ich denke nicht, dass dies dein ausdrücklicher Wunsch ist und außerdem würde es sich für mich sehr schwierig gestalten, mich von dir fern zu halten“, gestand ich und Bella blinzelte nervös.
„Möchtest du dass ich gehe?“, fragte ich mit trauriger Stimme und hatte Angst davor, dass sie mich vielleicht doch nicht wieder sehen wollte.
Sie schüttelte ihren Kopf und ich seufzte leise.
„Ich denke, du willst deine Eltern nicht enttäuschen, dass ist mir durchaus bewusst… Aber gib mir die Chance dir zu beweisen, wie stark meine Gefühle für dich sind… Gib mir die Chance dir zu zeigen, dass solch eine Beziehung sehr wohl möglich ist… Du kannst mich jederzeit wegschicken, aber wenn du mich an deiner Seite haben möchtest, dann werde ich da sein.“
„Edward… ich…“ In ihrem Blick konnte ich sehen, dass sie mir zustimmte und es nur zu gerne zulassen würde, aber ihr Blick wanderte links an mir vorbei und sie richtete ihren Blick wieder zu Boden.
„Ich liebe Mike!“, sagte sie, doch bei seinem Namen brach ihre Stimme und ich seufzte leise.
„Isabella… Du bist wirklich eine sehr schlechte Lügnerin..“, flüsterte ich ihr ins Ohr und küsste ihre Wange.
Schnell richtete sie ihren Blick auf und warf mir einen entschuldigenden Blick zu.
Auch wenn sie nichts weiter dazu sagte wusste ich, dass sie nicht die Wahrheit gesagt hatte.
Ihr Blick sagte schon alles.
„Mr. Masen! Welch eine Freude, dass Sie uns hier beehren“, hörte ich die Stimme von Bellas Mutter hinter mir und ich drehte mich mit einem Lächeln zu ihr um.
Natürlich, deswegen hatte Bella diese Worte gesagt. Jetzt wurde es mir erst recht klar.
„Mrs. Swan.“ Ich griff nach ihrer Hand und küsste kurz ihren Handrücken.
„Gestatten Sie mir die Frage, Mr. Masen… Was führt Sie zu uns?“, wollte Bellas Mutter von mir wissen, nachdem ich ihre Hand wieder los gelassen hatte.
„Oh.. Meine Mutter veranstaltet am Wochenende einen Ball und ich wollte Sie und ihre Familie gerne dazu einladen“, erklärte ich und lächelte.
Bella warf mir einen leicht verwirrten Blick zu, während die Augen ihrer Mutter zu Strahlen begannen.
Es traf sich eigentlich dieses Mal ganz gut, dass meine Mutter wieder ein kleines Fest veranstaltete und sie hatte nie etwas dagegen, wenn ich noch jemanden dazu einlud.
Wenn Mrs. Swan mir misstraute, musste ich nun einmal irgendwie ihr Vertrauen gewinnen und da sie nun einmal sehr Bedacht auf das Ansehen ihrer Familie war, würde sie sicherlich nicht nein zu dieser Veranstaltung sagen.
„Ich muss sicherlich arbeiten…“, hörte ich Bellas leise Stimme neben mir.
„Ach mein Kind! Das kannst du doch sicherlich ausfallen lassen, oder? Mr. Masen hat uns schließlich gerade eingeladen. Ist das nicht wirklich sehr nett von ihm?“, fragte Mrs. Swan ihre Tochter und Bella nickte.
Das war gut. So hatte ich vielleicht die Möglichkeit, mich noch einmal in Ruhe mit ihr zu unterhalten und außerdem würde ich sie schon bald wieder sehen.
„Nun denn.. Meine Mutter würde es sicherlich sehr zu schätzen wissen, wenn Sie zu dieser Feier erscheinen“, sagte ich ausdrücklich und lächelte.
„Oh Gewiss doch. Wir werden da sein“, versprach Mrs. Swan mir hoch und heilig und faltete zufrieden seufzend ihre Hände.
„Ich werde mich jetzt wieder auf den Weg machen. Mein Vater benötigt sicherlich noch meine Hilfe bei seiner Arbeit. Mrs. Swan..“ Ich lächelte ihr freundlich zu und wandte mich dann an Bella.
„Isabella…“ Ich griff nach ihrer Hand, so wie ich es zuvor bei ihrer Mutter getan hatte und küsste ihren Handrücken.
Dabei sah ich ihr tief in die Augen und sie errötete augenblicklich.
„Ich wünsche den beiden Damen einen angenehmen Tag“, fügte ich noch hinzu, nachdem ich Bellas Hand schweren Herzens wieder losgelassen hatte und nickte.
„Oh.. Ich danke Ihnen Mr. Masen und grüßen Sie mir Ihre Eltern!“ Mrs. Swan lächelte und schien noch vollkommen entzückt zu sein, dass sie am Wochenende ebenfalls auf dieser Feier anwesend sein würde.
Ich wandte mich von den beiden ab und verließ den Laden.
Während ich an dem Schaufenster vorbei lief, wandte ich meinen Blick nach rechts und sah noch einmal zu Bella herüber.
Sie sah verunsichert aus, aber ich hoffte sehr, dass sie sich am Ende wirklich für mich entscheiden würde.
Ich hingegen würde kämpfen. So lange ich konnte.
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