Bella POV
Ich war nicht in der Lage, mich auch nur einen einzigen Zentimeter vom Fleck zu bewegen.
Wie gebannt starrte ich zur der Stelle, wo Edward noch vor wenigen Sekunden gestanden hatte.
Es hätte mir gleich klar sein müssen, dass er mir nicht glauben würde und er hatte natürlich sofort erkannt, dass ich eine unheimlich schlechte Lügnerin war.
Aufgrund seiner Worte war ich so durch den Wind, dass ich noch nicht einmal registrierte, dass meine Mutter gerade auf mich einredete.
Dieses schon beinahe schmerzliche Verlangen, in seiner Nähe zu sein wollen, ließ mich erschrocken nach Luft schnappen.
Diese Sehnsucht trieb mich beinahe in den Wahnsinn.
Wollte ich nur meine Eltern glücklich machen oder an mein eigenes Glück denken?
So langsam wurde mir klar, dass ich mich für einen Weg entscheiden musste.
Einen Weg, mit dem ich auch letztendlich leben konnte.
Entweder ich würde glücklich werden, oder meine Eltern.
Und wenn sie mich wirklich liebten, dann würden sie auch eines Tages Verständnis dafür haben.
„Kind, hast du mir überhaupt zugehört?“, fragte meine Mutter und ich zuckte erschrocken zusammen.
„Nein.. Entschuldige bitte, Mutter“, sagte ich leise und sah zu ihr herüber.
Sie schüttelte verständnislos den Kopf, bevor sie ihre Worte noch einmal wiederholte.
„Ich sagte, dass du Mrs. Matthews bescheid sagen solltest… Wir gehen am Wochenende zu diesem Ball und du wirst dieses Mal nicht dort arbeiten.. Mr. Masen hat uns schließlich gerade eingeladen.“
„Was verlangst du eigentlich immer wieder von mir?“ Meine Stimme klang wütender, als ich es eigentlich beabsichtigt hatte aber das konnte man mir auch nicht verübeln.
Erst wollte sie, dass ich mich von Edward fern hielt, aber sobald er unsere Familie zu einer Feier einlud, schien das alles schon wieder vergessen zu sein.
„Wie bitte?“ Meine Mutter warf mir einen verwunderten und zugleich empörten Blick zu, denn damit hatte sie anscheinend nicht gerechnet.
Normalerweise neigte ich auch nicht zu solcher Ungehorsamkeit, aber unter diesen Umständen wurde mir das einfach viel zu viel.
Wie sollte ich denn da wissen, was richtig und was falsch war?
Ich schüttelte frustriert den Kopf und wandte mich leise seufzend von meiner Mutter ab.
Es war mir in diesem Moment egal, dass sie nach mir rief und sie mir wahrscheinlich tagelang vorwerfen würde, dass mein derzeitiges Verhalten nicht gesellschaftstauglich war.
Am Freitagabend stand ich vor meinem Kleiderschrank und begutachtete die recht spärliche Sammlung meiner Kleider.
Ich konnte schlecht schon wieder das Kleid anziehen, welches Edward mir einst geschenkt hatte, also entschied ich mich dieses Mal für eines meiner Kleider.
Es war vielleicht nicht so teuer und es bestand auch nicht aus Seide, aber es sah trotzdem sehr schön aus.
Meine Haare trug ich dieses Mal hochgesteckt und ich hatte gerade den Kampf gegen eine wirre Haarsträhne gewonnen, als ich schon die Stimme meiner Mutter aus der Küche hörte.
„Isabella Liebes? Die Kutsche wartet bereits vor der Tür“, hörte ich sie rufen und ich rannte mit schnellen Schritten zum Fenster herüber.
Eine Kutsche?
Ich hatte nicht damit gerechnet und wüsste auch nicht, warum meine Eltern an diesem Abend soviel Geld ausgeben wollten, nur damit wir mit einer Kutsche fahren konnten.
Natürlich liebte ich das Kutschenfahren aber der Preis dafür zurzeit ziemlich hoch und dieses Geld konnten wir wirklich für wichtigere Dinge ausgeben.
„Mutter, wieso hast du eine Kutsche bestellt?“, fragte ich mit einem leicht verwunderten Gesichtsausdruck, als ich in der Küche angekommen war.
„Ich habe die Kutsche nicht bestellt, Liebes“, sagte sie und ich runzelte die Stirn.
„Die Masens haben uns eine Kutsche geschickt“, erklärte mein Vater, der gerade an seiner Krawatte zupfte und sie vergeblich zu richten versuchte.
„Oh Himmel…“, murmelte ich leise und seufzte.
Mit großer Sicherheit war das Edwards Werk gewesen, obwohl ich es seiner Mutter auch zugetraut hätte.
Meine Mutter scheuchte mich und meinen Vater nach draußen und der Kutscher hielt uns lächelnd die kleine Tür auf.
Das meine Mutter auch immer so ungeduldig sein musste..
Wir würden schon noch pünktlich bei den Masens vor der Tür stehen.
Mein Vater nahm gegenüber von mir Platz und seufzte leise.
Er war eigentlich nie ein Fan solcher Veranstaltungen und ich wusste genau, dass er das hier alles nur meiner Mutter zuliebe tat.
Ansonsten wäre er mit großer Sicherheit einfach zu Hause geblieben.
Leider dauerte die Fahrt mit der Kutsche nicht so lange, wie ich es mir vielleicht erhofft hatte und ich atmete noch einmal tief ein, bevor die Kutsche endgültig vor dem Anwesen der Masens zum stehen kam.
Im Vorgarten entdeckte ich bereits Edward, der sich gerade mit Jessica zu unterhalten schien.
Etwas störte mich an diesem Bild, was sich mir hier gerade bot.
Ich konnte die Gefühle, die sich gerade in mir anbahnten nicht wirklich zuordnen und ich starrte zu den beiden herüber.
Warum unterhielt er sich mit ihr und vor allem fragte ich mich, worüber die beiden gerade sprachen.
„Oh, welch ein entzückender Anblick!“, trällerte meine Mutter überglücklich und mein Blick schnellte kurz in ihre Richtung, bevor ich ihrem Blick mit meinem folgte.
Anscheinend hatte auch sie Edward und Jessica bemerkt und sie schien ein vollkommen anderes Bild von der Situation zu haben.
Vielleicht hatte sie aber auch Recht?
„Mr. Masen und Miss Stanley geben ein wirklich reizendes Paar ab, findest du nicht auch, Liebling?“, fragte sie meinen Vater und ich dankte Gott dafür, dass sie mich mit dieser Frage verschonte.
Meine gute Erziehung hielt mich davon ab, dieser Frau, die sich gerade mit Edward unterhielt die Augen auszukratzen und ich biss mir auf die Unterlippe.
„Nun, meine Liebe.. Meiner Meinung nach beruht diese Beziehung nicht auf Gegenseitigkeit. Wenn du dir diese beiden einmal genauer ansiehst…“
„Ich bin der Meinung, dass die beiden heiraten werden, sobald Mr. Masen ihr einen wundervollen Antrag gemacht hat“, entgegnete meine Mutter mit vollkommen überzeugter Stimme und ich ballte meine Hände zu Fäusten.
Wollte sie mich vielleicht reizen, oder warum tat sie das?
„Ich bin da anderer Meinung. Edward wird sich sicherlich eine wundervolle Frau suchen, die nicht nur auf sein Geld aus ist. Er ist ein Mann von Wert und kämpft um das, was er wirklich liebt!“, hörte ich die ruhige Stimme meines Vaters und als ich verwundert meinen Blick aufrichtete, zwinkerte mein Vater mir zu.
Ich war ein wenig verwirrt über diese Reaktion meines Vaters und blinzelte einige Male.
Bevor ich mich noch einer Unterfragung von meiner Mutter stellen müsste, legte ich meine Hand schnell an den Rand der Kutsche und wollte die Tür gerade öffnen, als mir eine Hand zuvor kam.
Erschrocken wich ich zurück und richtete meinen Blick auf.
Das erste was ich sah, war Edwards strahlendes Lächeln, bevor er die Tür der Kutsche öffnete und mir seine Hand reichte.
Einen Moment lang blieb ich vollkommen verdutzt stehen, bevor ich sie schließlich ergriff und mit seiner Hilfe vollkommen sicher aus der Kutsche stieg.
„Guten Abend, Isabella“, sagte er mit sanfter Stimme und küsste meinen Handrücken, wobei mir ein zufriedenes Seufzen entwich.
Meine Wangen färbten sich rot und ich wünschte mir, dass ich meinen Gefühlen in diesem Moment nicht so ausgeliefert wäre.
Auf Edwards Lippen zeichneten sich die Ansätze eines strahlenden Lächelns ab und schnell wandte ich meinen Blick von seinem Gesicht ab.
„Wie geht es dir?“, wollte er von mir wissen und hielt meine Hand noch immer in seiner.
Ich hatte noch nicht einmal bemerkt, dass meine Mutter und mein Vater ebenfalls aus der Kutsche ausgestiegen waren und sich jetzt in unserer Nähe befanden.
„Gut“, sagte ich mit leiser Stimme und fragte mich innerlich, ob er mich überhaupt verstanden hatte.
„Das ist die Hauptsache“, antwortete er leise und gab meine Hand frei.
„Mrs. Swan. Mr. Swan.“ Er begrüßte meine Eltern genauso wie es sich gehörte und doch hörte ich kein einziges Wort von dem, worüber sie sich unterhielten.
Ich konnte einfach nicht anders, als sein Gesicht zu beobachten und es war mir auch egal, was er jetzt von mir denken würde.
„Meine Eltern befinden sich im Salon“, hörte ich ihn sagen, nachdem mein Gehirn endlich wieder seine Arbeit aufgenommen hatte und ich zuckte zusammen.
„Isabella..“ Meine Mutter sah mich an und wartete, dass ich mich in Bewegung setzte.
„Wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich mich gerne mit Ihrer Tochter unterhalten“, sagte Edward und ich konnte erkennen, dass er seinen ganzen Charme einsetzte, dem meine Mutter nicht gewachsen war.
Das schien wohl in der Familie zu liegen, denn bei mir war es nicht anders.
„Oh, natürlich habe ich nichts dagegen, Mr. Masen!“ Sie kicherte und ich glaubte meinen Vater leise seufzen zu hören.
„Komm aber später wieder zu uns, Liebes“, sagte meine Mutter und noch bevor ich ihr antworten konnte, war sie bereits mit meinem Vater verschwunden.
„Wir sollten uns einen Ort suchen, wo wir ungestört sind.“ Edward deutete in die Richtung seines Gartens und ich nickte hastig, auch wenn mich diese Situation gerade ziemlich in Verlegenheit brachte.
Er reichte mir seinen Arm und ich zögerte einen Moment, bevor ich mich bei ihm einhakte und wir zu der riesigen Rasenfläche hinter seinem Haus liefen.
Ich staunte nicht schlecht, als sich meine Augen so langsam an die Dunkelheit gewöhnt hatten und ich einen Blick auf den gesamten Garten werfen konnte.
Das Licht aus dem Haus erhellte ein Stück des Rasens und der Rest lag im Dunkeln, also konnte ich mir nur Ansatzweise vorstellen, wie groß dieser Garten wirklich war.
Lächelnd warf ich einen Blick auf die wunderschönen Blumen, die selbst in der Dunkelheit zu leuchten schienen.
„Gibt es einen Grund, worüber du mit mir reden möchtest?“, fragte ich nach einer kurzen Stille und er gab meinen Arm wieder frei.
Er stand mit dem Rücken zu mir, bevor er sich schließlich leise seufzend zu mir umdrehte.
Auf seinen Lippen erkannte ich das Lächeln, dass ich so sehr an ihm liebte.
„Ich wollte dich sehen“, gestand er und sein Lächeln wurde breiter, als er anscheinend bemerkte, wie sich meine Wangen wieder rot färbten.
„Deine Einladung hat mich ein wenig überrascht“, gestand ich leise und er runzelte die Stirn.
„Hat sie das? Und würdest du mir auch erklären warum?“, fragte er und seine smaragdgrünen Augen musterten mich aufmerksam.
Während ich in meinem Kopf nach den richtigen Worten suchte, kam er näher was im Bezug auf meine Antwort nicht gerade sehr hilfreich war.
„Du siehst bezaubernd aus“, murmelte er und klang dabei ganz gedankenversunken.
Ich sah an mir herunter und schnaubte leise.
„Das ist wirklich sehr nett von dir, aber dieses Kleid ist bei weitem nichts besonderes“, erwiderte ich und zupfte an dem blauen Stoff.
„Isabella.. Es geht mit großer Sicherheit nicht nur um dein Kleid. Du bist bezaubernd. Nicht die Sachen die du trägst“, entgegnete er lächelnd und ich wandte schnell meinen Blick von seinem Gesicht ab.
„Ich danke dir…“
„Ich sage nur die Wahrheit, Bella“, murmelte er leise und griff nach meiner Hand.
Verwundert starrte ich auf seine langen Finger, die sich um meine Hände legten.
„Was muss ich tun, damit du mir endlich Glauben schenkst?“, flüsterte er und beobachtete genauso wie ich, unsere verschränkten Hände.
„Und glaub mir, ich würde alles tun“, fügte er hinzu und sah mich an.
Ich blinzelte einige Male und öffnete meinen Mund, doch es kam keine gescheite Antwort heraus.
Er seufzte leise, nachdem ich immer noch nicht in der Lage war ihm zu antworten und still blieb.
Sanft strich er mit seinen Fingern über meine Wange und ich versank vollkommen in seinen Augen.
Wie konnte er auch in diesem Moment eine Antwort von mir verlangen?
„Warum willst du mich nicht, Bella?“, fragte er vorsichtig und seine Stimme hatte wieder diesen traurigen Unterton.
„Ich.. Was? Nein, dass ist nicht die Wahrheit“, brachte ich hervor und ein kleines Lächeln zeigte sich auf seinen Lippen.
„Dir ist bewusst, dass mir diese ganze Sache mit dem Klassenunterschied egal ist, oder? Für mich ist es nicht relevant“, sagte er und ich war wieder einmal vollkommen durcheinander.
Eigentlich war es doch auch genau das, was ich wollte.
Innerlich war mir das alles egal, aber ich dachte immer wieder an meine Eltern.
So viele Dinge hatte ich ihnen zu verdanken und dann kam es mir einfach nicht richtig vor, mich ihnen zu widersetzen.
„Ich sollte jetzt vielleicht rein gehen…“, murmelte ich leise, obwohl sich jede einzelne Faser meines Herzens gegen diese Worte wehrte.
Ich wollte nicht wieder zurück in dieses Haus, da ich ganz genau wusste, dass ich mich dann wieder meinen wahren Gefühlen widersetzen musste, aber trotz allem drehte ich mich um.
Innerhalb von wenigen Sekunden legte sich Edwards Hand an meine und er hielt mich behutsam fest.
Sofort blieb ich stehen und wandte meinen Blick wieder in seine Richtung.
Langsam zog er mich zu sich heran und meine Augen weiteten sich augenblicklich, als er meine Hand wieder los ließ und sie an meine Wange legte.
Aufgrund der Gefühle, die in diesem Moment in mir tobten war ich vollkommen durcheinander und starrte wie gebannt in seine glühenden Augen.
Edward beugte sich herunter, bis sein Gesicht nur noch wenige Zentimeter von meinem entfernt war.
Ich spürte, wie meine Unterlippe zu zittern begann, doch der Rest meines Körpers war vollkommen still.
Er hielt inne und beobachtete aufmerksam mein Gesicht, als müsste er sich erst vergewissern, dass auch ich das hier wirklich wollte.
Die Antwort schien er in meinen Augen zu finden, denn wenige Sekunden später spürte ich seine vollkommenen Lippen auf meinen und meine Augen schlossen sich.
Meine Hände legten sich beinahe automatisch um seinen Hals und ich klammerte mich haltsuchend an ihn, da ich die Befürchtung hatte, meine Beine würden jeden Moment ihren Geist aufgeben.
Edward legte schützend eine Hand an meinen Rücken und zog mich näher an sich.
Ich gab mich vollkommen meinen Gefühlen hin und da waren auch nicht diese ständigen Gedanken, die durch meinen Kopf schwirrten.
In diesem Moment gab es keine Klassenunterschiede und niemand verurteilte uns für das, was wir hier taten.
In diesem Moment gab es einfach nur noch uns beide.
Seine Lippen fühlten sich so gut an und ich seufzte zufrieden.
Ganz langsam öffnete ich meine Augen wieder, als er sich von mir löste und ich sah in sein strahlendes Gesicht.
Ich war noch ganz benebelt und klammerte mich weiterhin an ihn, doch ihm schien das überhaupt nichts auszumachen.
„Denkst du nicht auch, dass wir es einfach probieren sollten? Wenn du es nach einer gewissen Zeit nicht mehr mit mir aushältst, werde ich dich nicht weiter belästigen“, versprach er mir und in meinen Gedanken erklärte ich ihn für verrückt.
Alleine die Vorstellung davon, ihn nicht mehr in meiner Nähe zu haben schmerzte und ich wollte mir gar nicht vorstellen, wie ich so etwas überleben könnte.
Unfähig, ihm zu antworten nickte ich nur und blinzelte aufgeregt mit meinen Augen.
„Geht es dir gut, Isabella?“, fragte Edward besorgt und musterte mich aufmerksam.
Erst jetzt fiel mir auf, dass meine Hände sich noch immer an seinem Nacken klammerten und schnell ließ ich ihn wieder los.
„Ja… Ich.. ähm.. Wir sollten jetzt wirklich wieder rein gehen“, murmelte ich mit schwacher Stimme und Edward lächelte schief.
„Ja, das sollten wir wirklich..“, bestätigte er meine Aussage und reichte mir wieder seinen Arm.
Mit gesenktem Kopf und einem schüchternen Lächeln hakte ich mich bei ihm ein und betrat mit ihm zusammen den Salon.
Sofort drehten sich alle Köpfe in unsere Richtung.
Als erstes sah ich zu unseren Eltern herüber, die anscheinend in ein Gespräch verwickelt waren.
Auch sie schienen uns bemerkt zu haben, was ich als erstes an dem Blick meiner Mutter erkannte.
Sie wirkte gleichzeitig geschockt und ein wenig wütend. Mein Vater hingegen versuchte sein Grinsen nicht zu offensichtlich zu zeigen und trank schnell einen Schluck von seinem Champagner.
Edwards Vater erging es da nicht anders. Auch ihm schien dieses Bild, was sich da bot, nicht im Geringsten zu stören und es war schließlich Edwards Mutter, die uns zu sich heran winkte.
„Isabella, meine Liebe“, sagte sie glücklich und küsste kurz meine Wange, worüber sowohl ich, als auch meine Mutter ein wenig verwirrt waren.
Edward ließ mich schweren Herzens los und stellte sich zu Charlie und seinem Vater.
„Geht es dir gut? Du bist so rot im Gesicht, Liebes“, sagte sie besorgt und legte ihre Hand an meinen Arm.
„Mir geht es gut, Mrs. Masen“, entgegnete ich schnell.
„Ich habe dir doch schon einmal gesagt, dass du mich ruhig Elizabeth nennen kannst“, erklärte sie mir und wenn es nicht gegen die gute Etikette verstoßen hätte, dann wäre meine Mutter wahrscheinlich in diesem Moment in Ohnmacht gefallen.
„Entschuldigung“, murmelte ich leise und zwang mir ein Lächeln auf.
Aus den Augenwinkeln sah ich, wie Edward sich nervös von einer Stelle zur anderen bewegte und Elizabeth kicherte leise.
„Du kannst sie junge Lady gerne zum tanzen auffordern, Edward. Ich werde sie nicht länger in Anspruch nehmen“, erklärte sie ihrem Sohn mit einem Lächeln und bereits wenige Sekunden später, sah ich Edwards Hand die er mit entgegen streckte.
„Darf ich bitten?“
Ich zögerte nur einen kurzen Moment lang, bevor ich seine Hand ergriff und mich von ihm auf die Tanzfläche führen ließ.
„Meine Eltern lieben dich jetzt schon abgöttisch“, erklärte er mit einem amüsierten Gesichtsausdruck und tanzte elegant mit mir durch den Raum.
Da ich mich von ihm führen ließ, sah es für Außenstehende sicherlich ganz gut aus, denn tanzen konnte ich noch immer nicht.
„Du wirst immer besser“, bemerkte Edward lächelnd und ich warf ihm einen verwirrten Blick zu.
„Das Tanzen“, erklärte er mir auf meinen Blick hin und ich seufzte leise.
„Das ist alles nur dein Verdienst, Edward.“
Ich mochte es seinen Namen auszusprechen und irgendwie konnte ich mich jetzt schon an das hier gewöhnen.
Mit ihm würde ich immer wieder gerne tanzen.
Wir tanzten zwei Lieder lang, bis wir hörten, wie sich jemand neben uns leise räusperte.
„Würdest du erlauben, dass ich Isabella für einen Tanz entführe?“, hörte ich die Stimme von Edwards Vater neben mir und Edward unterbrach den Tanz.
„Natürlich.“ Edward gab mich frei und sein Vater reichte mir seine Hand.
Ich errötete und wusste im ersten Moment nicht so recht, was ich tun sollte.
„Keine Sorge, junges Fräulein. Ich beiße schon nicht“, erklärte Edwards Vater mir mit einem Lächeln und aus den Augenwinkeln sah ich, wie Edward ein Lachen unterdrückte.
Ich lächelte schüchtern und ergriff die Hand, die Edwards Vater mir entgegen streckte.
Edward lächelte mich noch einmal kurz an, bevor er dann schließlich fürs Erste von der Tanzfläche verschwand.
Es war absolut nicht verwunderlich, dass auch Edward Senior ein perfekter Tänzer war.
Hoffentlich blamierte ich mich nicht zu sehr vor ihm und trampelte auf seinen Füßen herum.
Angestrengt konzentrierte ich mich auf meine Schritte.
Einige Zeit lang sagten wir kein Wort, bis Edward Senior schließlich das Wort ergriff.
„Nun, Isabella… Du liebst meinen Sohn, nicht wahr?“
Ich starrte ihn verwirrt an und wäre beinahe über meine eigenen Füße gestolpert, hätte er mich nicht noch im letzten Moment fest gehalten.
„Wie bitte?“ Meine Stimme klang außergewöhnlich hoch, doch Edwards Vater lächelte nur.
„Die Situation zwischen euch beiden erinnert mich sehr an meine Vergangenheit. Als ich meine Elizabeth kennen gelernt habe war es nicht anders und wie du sehen kannst, haben wir es auch geschafft. Ich muss auch sagen, dass du Elizabeth in dieser Hinsicht sehr ähnlich bist. Sie dachte damals auch, dass es nie im Leben funktionieren könnte, aber wie du sehen kannst…“ Er deutete zu seiner Frau herüber, die gerade vergnügt lachte und mit Edward zusammen tanzte.
Die drei waren wirklich eine außergewöhnliche Familie und bei der Vorstellung, dass auch ich mit Edward meine eigene Familie gründen konnte, färbten sich meine Wangen rot.
„Du solltest wirklich nicht zu viel darüber nachdenken, was die anderen Leute über dich denken. Die Menschen werden immer einen Grund finden, worüber sie tratschen können, aber dir sollte das egal sein. Verstehst du, was ich dir damit sagen will?“, fragte er mich und ich nickte ohne zu zögern.
Edwards Vater hatte mehr als nur recht und ich sollte wirklich damit anfangen, an mein eigenes Glück zu denken und nicht nur auf das der anderen bedacht sein.
Bis jetzt hatte ich nie an mich selbst gedacht und das sollte sich nun ändern.
Bevor ich etwas darauf erwidern konnte, sah ich Mike, der mit verschränkten Armen an der Wand lehnte und mir einen bösen Blick zuwarf.
Ich lächelte, doch er zeigte keine Reaktion und ich wollte unbedingt wissen, was in ihm vorging.
„Würden Sie mich bitte entschuldigen?“, fragte ich vorsichtig an Edwards Vater gewandt.
„Aber natürlich meine Liebe..“ Er ließ mich los und ich lächelte ihn noch einmal dankbar an, bevor ich schließlich zu Mike herüber lief.
„Ich dachte, du würdest heute auch arbeiten“, murmelte er mit wutverzerrter Stimme, als ich bei ihm angelangt war und ich warf ihm einen verwunderten Blick zu.
So feindselig war er mir gegenüber noch nie gewesen.
„Ja, das sollte ich ursprünglich auch. Aber Edward hat meine Eltern und mich zu diesem Abend eingeladen“, erklärte ich ihm und er schnaubte verächtlich.
„Hast du jetzt vielleicht die Seite gewechselt?“, fragte er mich mit einem abfälligen Blick und ich zuckte erschrocken zurück.
„Seite gewechselt? Ich verstehe nicht…“
„Früher haben wir nichts um diese Leute gegeben und jetzt bist du selbst einer von diesen Menschen geworden, die nichts interessiert außer ihr verdammtes Geld“, murmelte er wütend und war immer noch ganz verwirrt über solch derart harte Worte von meinem besten Freund.
„Sag so etwas nicht“, flüsterte ich und er richtete wütend seinen Blick auf.
Mit schnellen Schritten lief er an mir vorbei und ich wusste nicht genau warum, aber ich musste ihm jetzt einfach hinterher laufen.
„Mike! So warte doch!“, bat ich ihn und zog mein Kleid ein Stück hoch, damit ich schneller laufen konnte.
„Was ist denn passiert? Ich verstehe deine Reaktion nicht“, gab ich wahrheitsgemäß zu und Mike blieb ironisch lachend stehen.
„Das tust du wirklich nicht, Isabella. Weißt du es denn wirklich nicht?“ Er drehte sich zu mir um und ich schüttelte meinen Kopf.
„Hast du nur einmal daran gedacht, dass ich nicht vielleicht auch etwas für dich empfinden könnte?“, fragte er und ich warf ihm einen vollkommen verwirrten Blick zu.
„Das ist sicherlich nicht nur ein Hirngespinst deiner lieben Mutter“, fügte er hinzu und jetzt hatte sein Blick etwas Trauriges.
Ich wusste bei bestem Willen nicht, was ich darauf antworten sollte, also blieb ich erst einmal still.
„Seit so vielen Jahren ist es schon so und jetzt muss ich mit ansehen, wie er dich mir wegnimmt.“
Ich wusste ganz genau, dass er damit Edward meinte und ich sah, wie Mike sich mir langsam näherte.
Ehe ich irgendwie darauf reagieren konnte, legten sich seine Hände an meine Wangen und ich warf ihm einen erschrockenen Blick zu.
„Was hast du vor?“, fragte ich ihn und legte meine Hände an seine Brust, als er nur noch wenige Zentimeter von mir entfernt war.
„Ich liebe dich, Isabella“, sagte er mit ernster Stimme, doch ich schüttelte angestrengt den Kopf.
Ich versuchte verzweifelt ihn von mir wegzudrücken, aber er war stärker als ich und ich konnte nichts dagegen tun, als er sich herunter beugte und mich küsste.
Dabei schien es ihn noch nicht einmal zu interessieren, ob ich es wollte oder nicht.
Mit ganzer Kraft drückte ich mich gegen ihn und endlich schien er zu bemerken, dass ich das hier nicht wollte.
Als er sich wieder von mir löste, holte ich mit meiner Hand aus und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige.
Ich spürte die Tränen, die sich in meinen Augenwinkeln ansammelten, als seine Hände sich fester um meine Oberarme schlossen.
„Du tust mir weh“, wimmerte ich leise, doch auch das schien ihn nicht zu stören.
Die Situation erinnerte mich an die Männer in der Gasse und Panik stieg augenblicklich in mir auf.
„Isabella, ich will, dass du mich heiratest“, sagte er und in diesem Augenblick erkannte ich fast gar nichts mehr von meinem besten Freund wieder.
Es war beinahe so, als wäre derjenige vor mir eine vollkommen andere Person.
„Michael, ich bin der Meinung, dass du jetzt besser gehen solltest“, hörte ich eine mir bekannte Stimme und drehte mich in die Richtung aus der sie kam.
Ich war nicht in der Lage, mich auch nur einen einzigen Zentimeter vom Fleck zu bewegen.
Wie gebannt starrte ich zur der Stelle, wo Edward noch vor wenigen Sekunden gestanden hatte.
Es hätte mir gleich klar sein müssen, dass er mir nicht glauben würde und er hatte natürlich sofort erkannt, dass ich eine unheimlich schlechte Lügnerin war.
Aufgrund seiner Worte war ich so durch den Wind, dass ich noch nicht einmal registrierte, dass meine Mutter gerade auf mich einredete.
Dieses schon beinahe schmerzliche Verlangen, in seiner Nähe zu sein wollen, ließ mich erschrocken nach Luft schnappen.
Diese Sehnsucht trieb mich beinahe in den Wahnsinn.
Wollte ich nur meine Eltern glücklich machen oder an mein eigenes Glück denken?
So langsam wurde mir klar, dass ich mich für einen Weg entscheiden musste.
Einen Weg, mit dem ich auch letztendlich leben konnte.
Entweder ich würde glücklich werden, oder meine Eltern.
Und wenn sie mich wirklich liebten, dann würden sie auch eines Tages Verständnis dafür haben.
„Kind, hast du mir überhaupt zugehört?“, fragte meine Mutter und ich zuckte erschrocken zusammen.
„Nein.. Entschuldige bitte, Mutter“, sagte ich leise und sah zu ihr herüber.
Sie schüttelte verständnislos den Kopf, bevor sie ihre Worte noch einmal wiederholte.
„Ich sagte, dass du Mrs. Matthews bescheid sagen solltest… Wir gehen am Wochenende zu diesem Ball und du wirst dieses Mal nicht dort arbeiten.. Mr. Masen hat uns schließlich gerade eingeladen.“
„Was verlangst du eigentlich immer wieder von mir?“ Meine Stimme klang wütender, als ich es eigentlich beabsichtigt hatte aber das konnte man mir auch nicht verübeln.
Erst wollte sie, dass ich mich von Edward fern hielt, aber sobald er unsere Familie zu einer Feier einlud, schien das alles schon wieder vergessen zu sein.
„Wie bitte?“ Meine Mutter warf mir einen verwunderten und zugleich empörten Blick zu, denn damit hatte sie anscheinend nicht gerechnet.
Normalerweise neigte ich auch nicht zu solcher Ungehorsamkeit, aber unter diesen Umständen wurde mir das einfach viel zu viel.
Wie sollte ich denn da wissen, was richtig und was falsch war?
Ich schüttelte frustriert den Kopf und wandte mich leise seufzend von meiner Mutter ab.
Es war mir in diesem Moment egal, dass sie nach mir rief und sie mir wahrscheinlich tagelang vorwerfen würde, dass mein derzeitiges Verhalten nicht gesellschaftstauglich war.
Am Freitagabend stand ich vor meinem Kleiderschrank und begutachtete die recht spärliche Sammlung meiner Kleider.
Ich konnte schlecht schon wieder das Kleid anziehen, welches Edward mir einst geschenkt hatte, also entschied ich mich dieses Mal für eines meiner Kleider.
Es war vielleicht nicht so teuer und es bestand auch nicht aus Seide, aber es sah trotzdem sehr schön aus.
Meine Haare trug ich dieses Mal hochgesteckt und ich hatte gerade den Kampf gegen eine wirre Haarsträhne gewonnen, als ich schon die Stimme meiner Mutter aus der Küche hörte.
„Isabella Liebes? Die Kutsche wartet bereits vor der Tür“, hörte ich sie rufen und ich rannte mit schnellen Schritten zum Fenster herüber.
Eine Kutsche?
Ich hatte nicht damit gerechnet und wüsste auch nicht, warum meine Eltern an diesem Abend soviel Geld ausgeben wollten, nur damit wir mit einer Kutsche fahren konnten.
Natürlich liebte ich das Kutschenfahren aber der Preis dafür zurzeit ziemlich hoch und dieses Geld konnten wir wirklich für wichtigere Dinge ausgeben.
„Mutter, wieso hast du eine Kutsche bestellt?“, fragte ich mit einem leicht verwunderten Gesichtsausdruck, als ich in der Küche angekommen war.
„Ich habe die Kutsche nicht bestellt, Liebes“, sagte sie und ich runzelte die Stirn.
„Die Masens haben uns eine Kutsche geschickt“, erklärte mein Vater, der gerade an seiner Krawatte zupfte und sie vergeblich zu richten versuchte.
„Oh Himmel…“, murmelte ich leise und seufzte.
Mit großer Sicherheit war das Edwards Werk gewesen, obwohl ich es seiner Mutter auch zugetraut hätte.
Meine Mutter scheuchte mich und meinen Vater nach draußen und der Kutscher hielt uns lächelnd die kleine Tür auf.
Das meine Mutter auch immer so ungeduldig sein musste..
Wir würden schon noch pünktlich bei den Masens vor der Tür stehen.
Mein Vater nahm gegenüber von mir Platz und seufzte leise.
Er war eigentlich nie ein Fan solcher Veranstaltungen und ich wusste genau, dass er das hier alles nur meiner Mutter zuliebe tat.
Ansonsten wäre er mit großer Sicherheit einfach zu Hause geblieben.
Leider dauerte die Fahrt mit der Kutsche nicht so lange, wie ich es mir vielleicht erhofft hatte und ich atmete noch einmal tief ein, bevor die Kutsche endgültig vor dem Anwesen der Masens zum stehen kam.
Im Vorgarten entdeckte ich bereits Edward, der sich gerade mit Jessica zu unterhalten schien.
Etwas störte mich an diesem Bild, was sich mir hier gerade bot.
Ich konnte die Gefühle, die sich gerade in mir anbahnten nicht wirklich zuordnen und ich starrte zu den beiden herüber.
Warum unterhielt er sich mit ihr und vor allem fragte ich mich, worüber die beiden gerade sprachen.
„Oh, welch ein entzückender Anblick!“, trällerte meine Mutter überglücklich und mein Blick schnellte kurz in ihre Richtung, bevor ich ihrem Blick mit meinem folgte.
Anscheinend hatte auch sie Edward und Jessica bemerkt und sie schien ein vollkommen anderes Bild von der Situation zu haben.
Vielleicht hatte sie aber auch Recht?
„Mr. Masen und Miss Stanley geben ein wirklich reizendes Paar ab, findest du nicht auch, Liebling?“, fragte sie meinen Vater und ich dankte Gott dafür, dass sie mich mit dieser Frage verschonte.
Meine gute Erziehung hielt mich davon ab, dieser Frau, die sich gerade mit Edward unterhielt die Augen auszukratzen und ich biss mir auf die Unterlippe.
„Nun, meine Liebe.. Meiner Meinung nach beruht diese Beziehung nicht auf Gegenseitigkeit. Wenn du dir diese beiden einmal genauer ansiehst…“
„Ich bin der Meinung, dass die beiden heiraten werden, sobald Mr. Masen ihr einen wundervollen Antrag gemacht hat“, entgegnete meine Mutter mit vollkommen überzeugter Stimme und ich ballte meine Hände zu Fäusten.
Wollte sie mich vielleicht reizen, oder warum tat sie das?
„Ich bin da anderer Meinung. Edward wird sich sicherlich eine wundervolle Frau suchen, die nicht nur auf sein Geld aus ist. Er ist ein Mann von Wert und kämpft um das, was er wirklich liebt!“, hörte ich die ruhige Stimme meines Vaters und als ich verwundert meinen Blick aufrichtete, zwinkerte mein Vater mir zu.
Ich war ein wenig verwirrt über diese Reaktion meines Vaters und blinzelte einige Male.
Bevor ich mich noch einer Unterfragung von meiner Mutter stellen müsste, legte ich meine Hand schnell an den Rand der Kutsche und wollte die Tür gerade öffnen, als mir eine Hand zuvor kam.
Erschrocken wich ich zurück und richtete meinen Blick auf.
Das erste was ich sah, war Edwards strahlendes Lächeln, bevor er die Tür der Kutsche öffnete und mir seine Hand reichte.
Einen Moment lang blieb ich vollkommen verdutzt stehen, bevor ich sie schließlich ergriff und mit seiner Hilfe vollkommen sicher aus der Kutsche stieg.
„Guten Abend, Isabella“, sagte er mit sanfter Stimme und küsste meinen Handrücken, wobei mir ein zufriedenes Seufzen entwich.
Meine Wangen färbten sich rot und ich wünschte mir, dass ich meinen Gefühlen in diesem Moment nicht so ausgeliefert wäre.
Auf Edwards Lippen zeichneten sich die Ansätze eines strahlenden Lächelns ab und schnell wandte ich meinen Blick von seinem Gesicht ab.
„Wie geht es dir?“, wollte er von mir wissen und hielt meine Hand noch immer in seiner.
Ich hatte noch nicht einmal bemerkt, dass meine Mutter und mein Vater ebenfalls aus der Kutsche ausgestiegen waren und sich jetzt in unserer Nähe befanden.
„Gut“, sagte ich mit leiser Stimme und fragte mich innerlich, ob er mich überhaupt verstanden hatte.
„Das ist die Hauptsache“, antwortete er leise und gab meine Hand frei.
„Mrs. Swan. Mr. Swan.“ Er begrüßte meine Eltern genauso wie es sich gehörte und doch hörte ich kein einziges Wort von dem, worüber sie sich unterhielten.
Ich konnte einfach nicht anders, als sein Gesicht zu beobachten und es war mir auch egal, was er jetzt von mir denken würde.
„Meine Eltern befinden sich im Salon“, hörte ich ihn sagen, nachdem mein Gehirn endlich wieder seine Arbeit aufgenommen hatte und ich zuckte zusammen.
„Isabella..“ Meine Mutter sah mich an und wartete, dass ich mich in Bewegung setzte.
„Wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich mich gerne mit Ihrer Tochter unterhalten“, sagte Edward und ich konnte erkennen, dass er seinen ganzen Charme einsetzte, dem meine Mutter nicht gewachsen war.
Das schien wohl in der Familie zu liegen, denn bei mir war es nicht anders.
„Oh, natürlich habe ich nichts dagegen, Mr. Masen!“ Sie kicherte und ich glaubte meinen Vater leise seufzen zu hören.
„Komm aber später wieder zu uns, Liebes“, sagte meine Mutter und noch bevor ich ihr antworten konnte, war sie bereits mit meinem Vater verschwunden.
„Wir sollten uns einen Ort suchen, wo wir ungestört sind.“ Edward deutete in die Richtung seines Gartens und ich nickte hastig, auch wenn mich diese Situation gerade ziemlich in Verlegenheit brachte.
Er reichte mir seinen Arm und ich zögerte einen Moment, bevor ich mich bei ihm einhakte und wir zu der riesigen Rasenfläche hinter seinem Haus liefen.
Ich staunte nicht schlecht, als sich meine Augen so langsam an die Dunkelheit gewöhnt hatten und ich einen Blick auf den gesamten Garten werfen konnte.
Das Licht aus dem Haus erhellte ein Stück des Rasens und der Rest lag im Dunkeln, also konnte ich mir nur Ansatzweise vorstellen, wie groß dieser Garten wirklich war.
Lächelnd warf ich einen Blick auf die wunderschönen Blumen, die selbst in der Dunkelheit zu leuchten schienen.
„Gibt es einen Grund, worüber du mit mir reden möchtest?“, fragte ich nach einer kurzen Stille und er gab meinen Arm wieder frei.
Er stand mit dem Rücken zu mir, bevor er sich schließlich leise seufzend zu mir umdrehte.
Auf seinen Lippen erkannte ich das Lächeln, dass ich so sehr an ihm liebte.
„Ich wollte dich sehen“, gestand er und sein Lächeln wurde breiter, als er anscheinend bemerkte, wie sich meine Wangen wieder rot färbten.
„Deine Einladung hat mich ein wenig überrascht“, gestand ich leise und er runzelte die Stirn.
„Hat sie das? Und würdest du mir auch erklären warum?“, fragte er und seine smaragdgrünen Augen musterten mich aufmerksam.
Während ich in meinem Kopf nach den richtigen Worten suchte, kam er näher was im Bezug auf meine Antwort nicht gerade sehr hilfreich war.
„Du siehst bezaubernd aus“, murmelte er und klang dabei ganz gedankenversunken.
Ich sah an mir herunter und schnaubte leise.
„Das ist wirklich sehr nett von dir, aber dieses Kleid ist bei weitem nichts besonderes“, erwiderte ich und zupfte an dem blauen Stoff.
„Isabella.. Es geht mit großer Sicherheit nicht nur um dein Kleid. Du bist bezaubernd. Nicht die Sachen die du trägst“, entgegnete er lächelnd und ich wandte schnell meinen Blick von seinem Gesicht ab.
„Ich danke dir…“
„Ich sage nur die Wahrheit, Bella“, murmelte er leise und griff nach meiner Hand.
Verwundert starrte ich auf seine langen Finger, die sich um meine Hände legten.
„Was muss ich tun, damit du mir endlich Glauben schenkst?“, flüsterte er und beobachtete genauso wie ich, unsere verschränkten Hände.
„Und glaub mir, ich würde alles tun“, fügte er hinzu und sah mich an.
Ich blinzelte einige Male und öffnete meinen Mund, doch es kam keine gescheite Antwort heraus.
Er seufzte leise, nachdem ich immer noch nicht in der Lage war ihm zu antworten und still blieb.
Sanft strich er mit seinen Fingern über meine Wange und ich versank vollkommen in seinen Augen.
Wie konnte er auch in diesem Moment eine Antwort von mir verlangen?
„Warum willst du mich nicht, Bella?“, fragte er vorsichtig und seine Stimme hatte wieder diesen traurigen Unterton.
„Ich.. Was? Nein, dass ist nicht die Wahrheit“, brachte ich hervor und ein kleines Lächeln zeigte sich auf seinen Lippen.
„Dir ist bewusst, dass mir diese ganze Sache mit dem Klassenunterschied egal ist, oder? Für mich ist es nicht relevant“, sagte er und ich war wieder einmal vollkommen durcheinander.
Eigentlich war es doch auch genau das, was ich wollte.
Innerlich war mir das alles egal, aber ich dachte immer wieder an meine Eltern.
So viele Dinge hatte ich ihnen zu verdanken und dann kam es mir einfach nicht richtig vor, mich ihnen zu widersetzen.
„Ich sollte jetzt vielleicht rein gehen…“, murmelte ich leise, obwohl sich jede einzelne Faser meines Herzens gegen diese Worte wehrte.
Ich wollte nicht wieder zurück in dieses Haus, da ich ganz genau wusste, dass ich mich dann wieder meinen wahren Gefühlen widersetzen musste, aber trotz allem drehte ich mich um.
Innerhalb von wenigen Sekunden legte sich Edwards Hand an meine und er hielt mich behutsam fest.
Sofort blieb ich stehen und wandte meinen Blick wieder in seine Richtung.
Langsam zog er mich zu sich heran und meine Augen weiteten sich augenblicklich, als er meine Hand wieder los ließ und sie an meine Wange legte.
Aufgrund der Gefühle, die in diesem Moment in mir tobten war ich vollkommen durcheinander und starrte wie gebannt in seine glühenden Augen.
Edward beugte sich herunter, bis sein Gesicht nur noch wenige Zentimeter von meinem entfernt war.
Ich spürte, wie meine Unterlippe zu zittern begann, doch der Rest meines Körpers war vollkommen still.
Er hielt inne und beobachtete aufmerksam mein Gesicht, als müsste er sich erst vergewissern, dass auch ich das hier wirklich wollte.
Die Antwort schien er in meinen Augen zu finden, denn wenige Sekunden später spürte ich seine vollkommenen Lippen auf meinen und meine Augen schlossen sich.
Meine Hände legten sich beinahe automatisch um seinen Hals und ich klammerte mich haltsuchend an ihn, da ich die Befürchtung hatte, meine Beine würden jeden Moment ihren Geist aufgeben.
Edward legte schützend eine Hand an meinen Rücken und zog mich näher an sich.
Ich gab mich vollkommen meinen Gefühlen hin und da waren auch nicht diese ständigen Gedanken, die durch meinen Kopf schwirrten.
In diesem Moment gab es keine Klassenunterschiede und niemand verurteilte uns für das, was wir hier taten.
In diesem Moment gab es einfach nur noch uns beide.
Seine Lippen fühlten sich so gut an und ich seufzte zufrieden.
Ganz langsam öffnete ich meine Augen wieder, als er sich von mir löste und ich sah in sein strahlendes Gesicht.
Ich war noch ganz benebelt und klammerte mich weiterhin an ihn, doch ihm schien das überhaupt nichts auszumachen.
„Denkst du nicht auch, dass wir es einfach probieren sollten? Wenn du es nach einer gewissen Zeit nicht mehr mit mir aushältst, werde ich dich nicht weiter belästigen“, versprach er mir und in meinen Gedanken erklärte ich ihn für verrückt.
Alleine die Vorstellung davon, ihn nicht mehr in meiner Nähe zu haben schmerzte und ich wollte mir gar nicht vorstellen, wie ich so etwas überleben könnte.
Unfähig, ihm zu antworten nickte ich nur und blinzelte aufgeregt mit meinen Augen.
„Geht es dir gut, Isabella?“, fragte Edward besorgt und musterte mich aufmerksam.
Erst jetzt fiel mir auf, dass meine Hände sich noch immer an seinem Nacken klammerten und schnell ließ ich ihn wieder los.
„Ja… Ich.. ähm.. Wir sollten jetzt wirklich wieder rein gehen“, murmelte ich mit schwacher Stimme und Edward lächelte schief.
„Ja, das sollten wir wirklich..“, bestätigte er meine Aussage und reichte mir wieder seinen Arm.
Mit gesenktem Kopf und einem schüchternen Lächeln hakte ich mich bei ihm ein und betrat mit ihm zusammen den Salon.
Sofort drehten sich alle Köpfe in unsere Richtung.
Als erstes sah ich zu unseren Eltern herüber, die anscheinend in ein Gespräch verwickelt waren.
Auch sie schienen uns bemerkt zu haben, was ich als erstes an dem Blick meiner Mutter erkannte.
Sie wirkte gleichzeitig geschockt und ein wenig wütend. Mein Vater hingegen versuchte sein Grinsen nicht zu offensichtlich zu zeigen und trank schnell einen Schluck von seinem Champagner.
Edwards Vater erging es da nicht anders. Auch ihm schien dieses Bild, was sich da bot, nicht im Geringsten zu stören und es war schließlich Edwards Mutter, die uns zu sich heran winkte.
„Isabella, meine Liebe“, sagte sie glücklich und küsste kurz meine Wange, worüber sowohl ich, als auch meine Mutter ein wenig verwirrt waren.
Edward ließ mich schweren Herzens los und stellte sich zu Charlie und seinem Vater.
„Geht es dir gut? Du bist so rot im Gesicht, Liebes“, sagte sie besorgt und legte ihre Hand an meinen Arm.
„Mir geht es gut, Mrs. Masen“, entgegnete ich schnell.
„Ich habe dir doch schon einmal gesagt, dass du mich ruhig Elizabeth nennen kannst“, erklärte sie mir und wenn es nicht gegen die gute Etikette verstoßen hätte, dann wäre meine Mutter wahrscheinlich in diesem Moment in Ohnmacht gefallen.
„Entschuldigung“, murmelte ich leise und zwang mir ein Lächeln auf.
Aus den Augenwinkeln sah ich, wie Edward sich nervös von einer Stelle zur anderen bewegte und Elizabeth kicherte leise.
„Du kannst sie junge Lady gerne zum tanzen auffordern, Edward. Ich werde sie nicht länger in Anspruch nehmen“, erklärte sie ihrem Sohn mit einem Lächeln und bereits wenige Sekunden später, sah ich Edwards Hand die er mit entgegen streckte.
„Darf ich bitten?“
Ich zögerte nur einen kurzen Moment lang, bevor ich seine Hand ergriff und mich von ihm auf die Tanzfläche führen ließ.
„Meine Eltern lieben dich jetzt schon abgöttisch“, erklärte er mit einem amüsierten Gesichtsausdruck und tanzte elegant mit mir durch den Raum.
Da ich mich von ihm führen ließ, sah es für Außenstehende sicherlich ganz gut aus, denn tanzen konnte ich noch immer nicht.
„Du wirst immer besser“, bemerkte Edward lächelnd und ich warf ihm einen verwirrten Blick zu.
„Das Tanzen“, erklärte er mir auf meinen Blick hin und ich seufzte leise.
„Das ist alles nur dein Verdienst, Edward.“
Ich mochte es seinen Namen auszusprechen und irgendwie konnte ich mich jetzt schon an das hier gewöhnen.
Mit ihm würde ich immer wieder gerne tanzen.
Wir tanzten zwei Lieder lang, bis wir hörten, wie sich jemand neben uns leise räusperte.
„Würdest du erlauben, dass ich Isabella für einen Tanz entführe?“, hörte ich die Stimme von Edwards Vater neben mir und Edward unterbrach den Tanz.
„Natürlich.“ Edward gab mich frei und sein Vater reichte mir seine Hand.
Ich errötete und wusste im ersten Moment nicht so recht, was ich tun sollte.
„Keine Sorge, junges Fräulein. Ich beiße schon nicht“, erklärte Edwards Vater mir mit einem Lächeln und aus den Augenwinkeln sah ich, wie Edward ein Lachen unterdrückte.
Ich lächelte schüchtern und ergriff die Hand, die Edwards Vater mir entgegen streckte.
Edward lächelte mich noch einmal kurz an, bevor er dann schließlich fürs Erste von der Tanzfläche verschwand.
Es war absolut nicht verwunderlich, dass auch Edward Senior ein perfekter Tänzer war.
Hoffentlich blamierte ich mich nicht zu sehr vor ihm und trampelte auf seinen Füßen herum.
Angestrengt konzentrierte ich mich auf meine Schritte.
Einige Zeit lang sagten wir kein Wort, bis Edward Senior schließlich das Wort ergriff.
„Nun, Isabella… Du liebst meinen Sohn, nicht wahr?“
Ich starrte ihn verwirrt an und wäre beinahe über meine eigenen Füße gestolpert, hätte er mich nicht noch im letzten Moment fest gehalten.
„Wie bitte?“ Meine Stimme klang außergewöhnlich hoch, doch Edwards Vater lächelte nur.
„Die Situation zwischen euch beiden erinnert mich sehr an meine Vergangenheit. Als ich meine Elizabeth kennen gelernt habe war es nicht anders und wie du sehen kannst, haben wir es auch geschafft. Ich muss auch sagen, dass du Elizabeth in dieser Hinsicht sehr ähnlich bist. Sie dachte damals auch, dass es nie im Leben funktionieren könnte, aber wie du sehen kannst…“ Er deutete zu seiner Frau herüber, die gerade vergnügt lachte und mit Edward zusammen tanzte.
Die drei waren wirklich eine außergewöhnliche Familie und bei der Vorstellung, dass auch ich mit Edward meine eigene Familie gründen konnte, färbten sich meine Wangen rot.
„Du solltest wirklich nicht zu viel darüber nachdenken, was die anderen Leute über dich denken. Die Menschen werden immer einen Grund finden, worüber sie tratschen können, aber dir sollte das egal sein. Verstehst du, was ich dir damit sagen will?“, fragte er mich und ich nickte ohne zu zögern.
Edwards Vater hatte mehr als nur recht und ich sollte wirklich damit anfangen, an mein eigenes Glück zu denken und nicht nur auf das der anderen bedacht sein.
Bis jetzt hatte ich nie an mich selbst gedacht und das sollte sich nun ändern.
Bevor ich etwas darauf erwidern konnte, sah ich Mike, der mit verschränkten Armen an der Wand lehnte und mir einen bösen Blick zuwarf.
Ich lächelte, doch er zeigte keine Reaktion und ich wollte unbedingt wissen, was in ihm vorging.
„Würden Sie mich bitte entschuldigen?“, fragte ich vorsichtig an Edwards Vater gewandt.
„Aber natürlich meine Liebe..“ Er ließ mich los und ich lächelte ihn noch einmal dankbar an, bevor ich schließlich zu Mike herüber lief.
„Ich dachte, du würdest heute auch arbeiten“, murmelte er mit wutverzerrter Stimme, als ich bei ihm angelangt war und ich warf ihm einen verwunderten Blick zu.
So feindselig war er mir gegenüber noch nie gewesen.
„Ja, das sollte ich ursprünglich auch. Aber Edward hat meine Eltern und mich zu diesem Abend eingeladen“, erklärte ich ihm und er schnaubte verächtlich.
„Hast du jetzt vielleicht die Seite gewechselt?“, fragte er mich mit einem abfälligen Blick und ich zuckte erschrocken zurück.
„Seite gewechselt? Ich verstehe nicht…“
„Früher haben wir nichts um diese Leute gegeben und jetzt bist du selbst einer von diesen Menschen geworden, die nichts interessiert außer ihr verdammtes Geld“, murmelte er wütend und war immer noch ganz verwirrt über solch derart harte Worte von meinem besten Freund.
„Sag so etwas nicht“, flüsterte ich und er richtete wütend seinen Blick auf.
Mit schnellen Schritten lief er an mir vorbei und ich wusste nicht genau warum, aber ich musste ihm jetzt einfach hinterher laufen.
„Mike! So warte doch!“, bat ich ihn und zog mein Kleid ein Stück hoch, damit ich schneller laufen konnte.
„Was ist denn passiert? Ich verstehe deine Reaktion nicht“, gab ich wahrheitsgemäß zu und Mike blieb ironisch lachend stehen.
„Das tust du wirklich nicht, Isabella. Weißt du es denn wirklich nicht?“ Er drehte sich zu mir um und ich schüttelte meinen Kopf.
„Hast du nur einmal daran gedacht, dass ich nicht vielleicht auch etwas für dich empfinden könnte?“, fragte er und ich warf ihm einen vollkommen verwirrten Blick zu.
„Das ist sicherlich nicht nur ein Hirngespinst deiner lieben Mutter“, fügte er hinzu und jetzt hatte sein Blick etwas Trauriges.
Ich wusste bei bestem Willen nicht, was ich darauf antworten sollte, also blieb ich erst einmal still.
„Seit so vielen Jahren ist es schon so und jetzt muss ich mit ansehen, wie er dich mir wegnimmt.“
Ich wusste ganz genau, dass er damit Edward meinte und ich sah, wie Mike sich mir langsam näherte.
Ehe ich irgendwie darauf reagieren konnte, legten sich seine Hände an meine Wangen und ich warf ihm einen erschrockenen Blick zu.
„Was hast du vor?“, fragte ich ihn und legte meine Hände an seine Brust, als er nur noch wenige Zentimeter von mir entfernt war.
„Ich liebe dich, Isabella“, sagte er mit ernster Stimme, doch ich schüttelte angestrengt den Kopf.
Ich versuchte verzweifelt ihn von mir wegzudrücken, aber er war stärker als ich und ich konnte nichts dagegen tun, als er sich herunter beugte und mich küsste.
Dabei schien es ihn noch nicht einmal zu interessieren, ob ich es wollte oder nicht.
Mit ganzer Kraft drückte ich mich gegen ihn und endlich schien er zu bemerken, dass ich das hier nicht wollte.
Als er sich wieder von mir löste, holte ich mit meiner Hand aus und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige.
Ich spürte die Tränen, die sich in meinen Augenwinkeln ansammelten, als seine Hände sich fester um meine Oberarme schlossen.
„Du tust mir weh“, wimmerte ich leise, doch auch das schien ihn nicht zu stören.
Die Situation erinnerte mich an die Männer in der Gasse und Panik stieg augenblicklich in mir auf.
„Isabella, ich will, dass du mich heiratest“, sagte er und in diesem Augenblick erkannte ich fast gar nichts mehr von meinem besten Freund wieder.
Es war beinahe so, als wäre derjenige vor mir eine vollkommen andere Person.
„Michael, ich bin der Meinung, dass du jetzt besser gehen solltest“, hörte ich eine mir bekannte Stimme und drehte mich in die Richtung aus der sie kam.
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